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Der Stuben-Blog

60 Jahre Albonabahn: Erich Berthold war von Anfang an dabei

17.02.2017 – verfasst von Peter Vogler

Der 13. April 1957 markierte für den kleinen Ort Stuben eine wichtige Zäsur. An diesem Tag ging der erste Sessellift in zwei Sektionen auf die Albona in Betrieb. Mit dabei war der 79-jährige Erich Berthold, der von abenteuerlichen Pionierzeiten am Arlberg zu erzählen weiß. Die aktuellen technischen Entwicklungen beobachtet der gelernte Maschinenbauer mit großem Interesse. Vor allem die neue Liftverbindung zwischen Rauz / Stuben und Zürs sowie die neue Umlaufbahn auf die Albona lösen bei ihm Faszination für den Perfektionsgrad der heutigen Anlagen aus.

 

Herr Berthold, begann mit der Albonabahn der Aufstieg von Stuben in die Weltliga des Wintersports?
Die Albona war unter Skibegeisterten schon zuvor ein Begriff. Einige Leute wurden mit dem Hubschrauber von Zürs aufs Albona-Plateau geflogen, andere wiederum waren bereits mit den Fellen unterwegs. Deshalb waren Viele heiß darauf, dass es endlich eine technische Aufstiegshilfe gibt.

War die Albonabahn also nicht der erste Lift, den es in Stuben gab?
Nein. Es gab schon einen Vorgänger des heutigen Walch-Liftes, nämlich einen Pendellift am Gizzibühel. Aber erst, als mit der Albonabahn die ersten Einersessellifte zur Verfügung standen, kamen mehr und mehr auswärtige Gäste aus Zürs, Lech und St. Anton bzw. vom Bodenseeraum bis aus München zu uns. 

Wie muss man sich diese Pionierzeit des Liftbetriebs vorstellen?
Damals waren die Lifte eher Prototypen, heute zählt nur mehr die Perfektion. Man hat damals viel improvisiert. Wenn einmal etwas passiert ist, hat man daraus gelernt. So haben wir etwa nach einem Unfall im Jahr 1958 Führungsschienen montiert, welche bei sämtlichen künftigen Anlagen vorgeschrieben und wodurch Unfallereignisse dieser Art verhindert wurden. 

Kam es da auch zu gefährlichen Situationen, bei denen Menschen zu Schaden kamen?
Trotz der harten Zeiten hatten wir Glück. Einmal rettete ich mich nach einer Lawinensprengung mit einer Schweizerin mit einem Hechtsprung durchs Kassafenster der Talstation II. Während unsere Oberkörper drin waren, ragten unsere Füße noch nach draußen. Nach einigen Schrecksekunden konnten wir feststellen, daß außer Schäden am Lift keine Personen zu Schaden kamen.

Was denken Sie als passionierter Skifahrer über die neue Verbindung nach Zürs?
Technisch ist vor allem die Umlenkung der Bahn zum Trittkopf faszinierend. Auch der Ausblick übers Himmeleck ist grandios. Allerdings war und bin ich ein Albona-Fan. Vor allem im Spätwinter ist es hier vom Schnee her unschlagbar, die Pisten sind in tadellosem Zustand und nicht überlastet.


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Albonabahn geht in Betrieb – 1957